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Digital Health 2024: Wenn die IFA zur Gesundheitsfläche wird

Jan-Luca Hagenstein · Redakteur

WissensweltX Special · IFA 20241 Min. Lesezeit

Die Jubiläumsmesse nannte Digital Health als Wachstumsfeld: Wearables, Schlaf, Blutdruck. Das rückt Consumer Electronics an Medizinprodukt-Grenzen. Datenschutz und Evidenz bleiben die Messlatte.

Wellness- und Health-Geräte

Die IFA 2024 listete Digital Health neben Smart Home und Gaming als Wachstumssektor. Die Jubiläumsmesse rückte damit an eine Grenze, die Consumer Electronics lange umgangen hat: Werte, die nach Medizin aussehen, ohne Medizinprodukt zu sein.

Wearables maßen Schlaf, SpO2, Stress. Blutdruckmanschetten lagen neben Haarstyling. Die Fläche erzählte Gesundheit als Feature. WissensweltX Special blieb bei der Methode: Evidenz, Cloud, Löschbarkeit. Ein Ring, der Schlaf misst, ist Lifestyle. Ein Ring, der Diagnosen suggeriert, ist etwas anderes — auch wenn der Aufsteller dasselbe Glow verwendet.

Datenschutz als Produkttest

Wer nächtliche Daten in eine US-Cloud schickt, kauft kein Gadget. Er schließt einen Vertrag. 2024 sagten das wenige Stände in der ersten Schicht. Nachfragen öffneten die Texte: Auftragsverarbeitung, Subprozessoren, Löschfristen. Manche konnten antworten. Viele verwiesen auf die App-AGB.

Für die IFA war Digital Health ein Leitmotiv, das Besucher in die Halle zog. Für uns war es ein Warnschild. Die Messe darf Gesundheit zeigen. Sie darf nicht so tun, als ersetze ein Sensor den Arzt. Das schreiben wir in jedes spätere Wellbeing-Stück, ohne Moralton, mit Checkliste.

Autor

Jan-Luca Hagenstein

Redakteur Living & Special. Living, Special Interest, Hausgeräte, Audio, Alltag. Wohnen, Küche, Audio, Reparatur. Schreibt, wie Technik im Haushalt landet — nicht nur unter Messescheinwerfern. turns54.cameras@icloud.com

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